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Morgens, 8 Uhr in Lüdenscheid. Mitten in der Motorfertigung treffen sich SELVE-Produktionsmitarbeiter und Führungskräfte zur Besprechung, eingerahmt von diversen Whiteboards. Ihr Blick fällt auf wichtige Kennzahlen und Ziele, sie bewerten etwaige Abweichungen und stimmen sich ab, wo es Handlungsbedarf gibt. In nur 15 Minuten entsteht ein klares Bild des aktuellen Produktionsstatus. Die „tägliche Stehung“ ist weitaus mehr als ein Routineformat. Sie ist zentrales Element des Shopfloor Managements: mit direkter Kommunikation zwischen den Abteilungen und gemeinsamen Entscheidungen – genau dort, wo die Wertschöpfung stattfindet. Was das bringt? Eine verbesserte Lieferperformance und vieles mehr.
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Immer montags bis freitags, stets zur festen Uhrzeit und mit klarer Agenda: Wenn bei SELVE der abteilungsübergreifende, zumeist achtköpfige Teilnehmerkreis zur täglichen Stehung in der Motorfertigung zusammenkommt, geht es unmittelbar zur Sache beziehungsweise an die sogenannten „KPIs“. Anhand wichtiger Kenn- und Planzahlen wird geprüft und visualisiert, wie der derzeitige Soll-Ist-Abgleich aussieht und worauf gegebenenfalls reagiert werden muss. Beim strukturierten Austausch werden etliche Blätter und Tabellen an den Whiteboards gefüllt. Es wird tagesaktuell geklärt, was in punkto Qualitätsprüfungen, Produktionsmengen, Material- und Personalkapazitäten sowie Aufträgen und Auslieferungen anliegt: Das trägt zu noch effizienteren Prozessen bei – und wirkt sich entscheidend auf die Leistungsfähigkeit und Lieferperformance von SELVE aus. 

Stabile Auftragslage – hohe Lieferperformance

 

„Bei derzeit täglich rund 2.000 von uns produzierten Antrieben sorgt Shopfloor Management für mehr Transparenz bei allen relevanten Abteilungen und Schnittstellen“, hebt Marc Solzbacher hervor. Als Leiter Lean-Management und KVP (Kontinuierliche Verbesserungsprozesse) ist nicht nur er von den Vorteilen der täglichen Stehungen überzeugt: „Jeder Bereich weiß genau, was zu tun ist. Jeder kennt die aktuellen Prioritäten und alle laufen in die gleiche Richtung.“ Das ist besonders effektiv und wirkt sich unmittelbar für SELVE-Fachkunden aus: „Wir haben es geschafft, unsere Lieferperformance zu steigern und über Zielvorgabe zu halten.“ Denn auch in herausfordernden Zeiten ist die Auftragslage für SELVE-Antriebe ‚Made in Germany‘ mehr als stabil. „Heute bestellt, morgen geliefert“ ist das Credo des Lüdenscheider Unternehmens: „Wir laufen in der Produktion relativ hoch und verfolgen das Ziel, 90 Prozent aller Lieferungen tagesgenau auf den Weg zu bringen“, sagt Marc Solzbacher. 

Wirksames Instrument für höhere Produktivität 

Vor rund einem Jahr implementiert, hat sich das Shopfloor Management seither mehr als bewährt: „Informationen werden ohne Zeitverlust weitergegeben, etwaige Problemfelder frühzeitig erkannt, direkt vor Ort vom Team gelöst oder beispielsweise weiter an die Geschäftsführung adressiert“, berichtet Marc Solzbacher. Der bewusste Verzicht auf Stühle hält die Meetings kurz und fördert die dynamische, lösungsorientierte Arbeitsweise. An fünf Tagen pro Woche blicken Produktionsmitarbeiter und Führungskräfte der Motorfertigung – der Leiter, die Schichtführung und Fertigungsplanung – sowie die Bereiche Versand und Disposition/Logistik mit Marc Solzbacher als Coach auf die operative Steuerung des Gesamtprozesses. Optional kommen zu den Stehungen die Abteilungen Einkauf und Qualitätssicherung sowie die Produktionsleitung und Geschäftsführung hinzu. Über das tägliche Meeting entsteht ein nach festen Regeln ablaufender Informationsfluss im Unternehmen. Aus der 15-minütigen Stehung wird so ein wirksames Instrument zur ständigen Optimierung von Effektivität, Produktivität, Qualität und Zusammenarbeit. „Wir haben nicht nur die Schnittstellenkommunikation maßgeblich verbessert“, auch der Team-Zusammenhalt wurde laut Marc Solzbacher noch einmal deutlich gestärkt: „Shopfloor Management fördert den Austausch auf Augenhöhe, die gegenseitige Wertschätzung und wirkt gezielt dem Silodenken entgegen.“ 

Zukunftsfähigkeit im Fokus: mit Lean und SELVE Total 

Zunächst in der Motorfertigung eingeführt, ist es geplant, Stehungen für weitere Bereiche aufzusetzen. Und auch sonst ist beim Komplettanbieter vieles in Bewegung – SELVE arbeitet permanent an seiner Zukunftsfähigkeit. Für kürzere Reaktionszeiten und größere Flexibilität sorgt die schlanke Lean Production, die seit 2012 fundamentaler Bestandteil der gesamten Fertigung ist. Auch dabei stehen, genauso wie in der KVP-Stabsstelle von Marc Solzbacher, laufend Optimierungen an. Gleiches gilt für das übergeordnete Großprojekt SELVE Total: Seit 2020 sind alle Abteilungen und alle Abläufe, die im Zusammenhang mit dem Kunden stehen – von der Bestellung bis zur Auslieferung – involviert. SELVE verfolgt einen ganzheitlichen Prozessansatz und setzt durch stetig angepasste Abläufe und Workflows auf nachhaltige Verbesserungen, um noch schlagkräftiger zu werden. Wesentliche Weiterentwicklungsschritte wurden kürzlich in der Kunststoffspritzerei sowie der Montage gemacht. Allein in diesem Jahr hat SELVE bereits 17 Teilprojekte abgeschlossen, weitere 25 sind noch in der Pipeline. Hierfür laufen ebenfalls bei Marc Solzbacher alle Fäden zusammen. „Die Prioritäten liegen aktuell verstärkt auf Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen“, berichtet er. „Bei uns wird auf allen Ebenen intensiv gearbeitet, um der volatilen Wirtschaftslage, steigenden Material- und Energiekosten, Versorgungsengpässen sowie dem Wettbewerbskampf zu begegnen.“ 

Neues Projekt beleuchtet schnellere Prozesswege 

Zusätzlich hat das Lüdenscheider Unternehmen im Sommer ein neues Projekt initiiert: Unter dem Motto #andersMACHEN werden neue Technologien, neue Ideen und neue Impulse in den Mittelpunkt gerückt. Im August sind Einzelworkshops in verschiedenen Unternehmensbereichen gestartet. Neben der Motorfertigung analysieren die Qualitätssicherung, Administration und Logistik, was anders gemacht und worauf verzichtet werden kann – und wo es bessere, schnellere Prozesswege gibt. Auch der Einsatz von KI sowie mögliche Use-Cases werden beleuchtet. All‘ diese Initiativen und Maßnahmen zeigen, bei SELVE wird auf breiter Front jede Menge angepackt, vieles neu gedacht und zielgerichtet umgesetzt. Das Unternehmen macht sich entlang der Wertschöpfungskette fit für die Zukunft und reagiert auf dynamische Rahmenbedingungen, eine sich weiter wandelnde Branche und sich verändernde Kundenbedürfnisse. Genauso wie das SELVE-Produktportfolio ständig weiterentwickelt wird, gilt es auch hier, konsequent am Ball zu bleiben.

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Redaktor

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Telefon: 0231/9767575
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O Selve

SELVE jest światowym liderem w dziedzinie zwijaczy taśm do rolet oraz cenionym specjalistą w zakresie napędów i systemów sterowania do rolet i tekstylnych osłon przeciwsłonecznych. Z siedzibą w Lüdenscheid w regionie Sauerland, SELVE jako średniej wielkości firma rodzinna wyróżnia się wysokim poziomem kompetencji w projektowaniu i produkcji komponentów do rolet oraz innowacyjnych napędów i systemów sterowania do ochrony przeciwsłonecznej. Firma została założona w 1866 roku, ponad 150 lat temu, i od tamtej pory znajduje się w rękach rodziny założycielskiej.